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Mit 14 Jahren schon Surfprofi: Portrait von Philip Köster

Mit seinen 14 Jahren fährt Ausnahmetalent Philip Köster schon bei den Pros beim PWA Weltcup in Pozo auf Gran Canaria mit. Massive Rides stellt Euch den Gewinner der Pozo PWA Junior Super Jump Session 2007 im Portrait mal näher vor.

Mit seinen 14 Jahren ein absolutes Ausnahmetalent: Philip Köster.  Foto: World of WindsurfingWie es ist, wenn man mit 14 Jahren schon Windsurfprofi ist?
Philip ist der Meinung, dass Windsurfen wirklich nicht so schwer ist. Deshalb würde er es auch dem Papst beibringen, wenn der mal nach Gran Canaria kommen wollte. Er muss es wissen. Selbst surft der 14-Jährige erst seit fünf Jahren, machte sich aber bereits im internationalen Männerfeld einen Namen.

  
Windsurfprofi mit 14 Jahren
Als Nachwuchstalent hat es der selbstbewusste Blondschopf in so kurzer Zeit schon bis in die Weltspitze geschafft. In seinem neuen internationalen Neil Pryde Team surft er zusammen mit den Besten der Besten. Beim Fotoshooting auf Maui teilt er sich die Wellen am legendären Hookipa Beach mit mehrfachen Weltmeistern und Rekordhaltern aus aller Welt. "Einige aus dem internationalen Team kannten mich schon aus Pozo vom Jahr zuvor, das fand ich echt cool!" erzählt Philip. Letztes Jahr hatte er dort im Rahmen des World Cups Gran Canaria mit Abstand die internationale Junior Super Jump Session gewonnen.

Heller Stern am Nachwuchshimmel
Philip Köster hat einen deutschen Pass, geboren und aufgewachsen ist er aber in Vargas auf Gran Canaria, Spanien. Seine Schwester heißt Kyra und ist 17 Jahre alt. Sie surft als einziges Mädchen im North Team und ist erfolgreiche Leichtathletin. Zusammen haben sie sogar schon die Firma Mercedes als Sponsor gewinnen können. Das hat in dem Alter sonst noch kaum jemand geschafft.

Wohnt auf Gran Canaria: Profisurfer Philip Köster.  Foto: World of WindsurfingPhilip war erst zweimal in Deutschland, würde aber sehr gerne einmal auf Sylt beim wichtigsten Event der Szene mitsurfen, weil es da so gut sein soll, sagt er. "Ich bin wohl an Land eher ein ruhiger Typ. Kein Draufgänger. Auf dem Wasser bin ich, ganz anders: radikal, risikobereit und oft am Limit. Ich liebe es, neue Moves auszuprobieren und hoch zu springen."

Windsurfprofi sein heißt hart trainieren
Seine Familie betreibt ein Surfcenter an einem der besten Spots der Welt. Philip lebt also quasi im Urlaub. Von seinem Haus aus sind es keine 100 Meter bis zum Wasser. Er ist jeden Tag beim Windsurfen, normalerweise locker vier Stunden lang. Nach der Schule geht's gleich los, Schularbeiten werden auf den Abend verschoben. "Die Zeit braucht man aber auch, um die schwierigen Manöver zu lernen und ganz sicher zu fahren. Wellen und Wind sind jeden Tag anders, dementsprechend muss ich auf den verschiedenen Brettern fit sein und mit allen Segelgrößen klar kommen."

Einen Trainer hat Philip nicht. "Ich gucke sehr viel Surffilme, daraus hole ich mir Ideen, was ich lernen möchte." Er holt sich dann noch ein paar Tipps bei den besseren Surfern und los geht's mit dem Ausprobieren. An seinem Trickrepertoire arbeitet Philip sehr intensiv, denn er weiß auch, dass er nicht nur für sich selber, sondern auch für seine Sponsoren gut sein muss. Schon jetzt steckt er mitten im Profizirkus. Jon Squires von seinem Sponsor Neil Pryde lobt: "Es ist fantastisch mit einem so jungen und talentierten Fahrer zu arbeiten. Wenn Philip sein Können auf dem Wasser in Zukunft so schnell weiter entwickelt, wie er es in den vergangenen Jahren getan hat, ist es durchaus möglich, dass wir etwas außerordentliches zu sehen bekommen."

Schule und Profikarriere müssen unter einen Hut
Es ist nicht ganz einfach genügend zu trainieren und trotzdem in der Schule am Ball zu bleiben. "Eine Karriere als Profisurfer würde mir schon gefallen. Eigentlich dreht sich in meinem Leben im Moment alles ums Surfen", sagt er. So verwundert es nicht, dass Philips Motivation zum Lernen auch mit Windsurfen zu tun hat. Um für Fotoshootings oder Wettkämpfe frei zu bekommen, muss er gute Noten haben. "Eine Zeit lang habe ich die Schule total vernachlässigt und wurde dann doch ziemlich schlecht in den Zensuren. Ich fand das eigentlich nicht so schlimm, aber dann wollte ich zwei Wochen vor den Ferien nach Maui zum Fotoshoot, und da war das plötzlich nicht mehr
so einfach, frei zu bekommen. Also versuche ich eben beides hinzukriegen, damit ich auf alle Fälle gehen kann, wenn's wieder einmal für einen für einen Trip hinaus in die weite Welt geht."

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