Interview mit Freestyle Motocrosser William van den Putte
Wie tickt ein Mann, der sich mit Tricks wie Deadbody to Nohand Landing oder Tsunami Flip über riesige FMX Kicker wirft und damit nur knapp das Finale des WM-Laufes verpasst? Zeit mal bei William van den Putte nachzufragen.
Hallo William! Wie schaut es aus, werden wir Dich nun in Zukunft öfters bei den Events der IFMXF springen sehen?
Das hoffe ich doch sehr. Ich gebe immer mein Bestes und zurzeit arbeite ich sehr hart an weiteren neuen Tricks, die ich natürlich auch gerne noch zeigen würde. Ich habe meine Chance nun endlich bekommen und sowohl mir selbst, als auch allen anderen bewiesen, dass ich auch ein guter Contestfahrer bin. Das war ein wirklich guter Start.
Fangen wir mal von vorne an. Wie bist Du eigentlich zum FMX gekommen?
Wie??? Gute Frage. Zuvor bin ich Motocross gefahren und ich hatte schon immer eine kleine Liebschaft mit der Luft, die einem bei großen, weiten Sprüngen um die Nase windet. So benutze ich irgendwann mal eine Rampe und alles begann. 2005 bin ich noch immer auch Motocross gefahren, sogar die MX3 Weltmeisterschaft, trotzdem war dies mein letztes aktives Motocrossjahr, ich konnte meiner Liebe zum FMX einfach nicht widerstehen.
Wo befindet sich deine Lieblings Tracks, wo fährst Du am liebsten zum trainieren hin?
Mein Backjard gibt einfach alles her, was ich zum trainieren brauche. Ich bastele ständig daran rum, baue irgendwelche Sachen, schiebe mir neue Landings. Ich brauche eigentlich zum Trainieren nicht woanders hin zu fahren.
Welcher FMXer gibt Dir Inspiration?
Ich glaube das so gut wie jeder Fahrer ein wenig zu Travis Pastrana und seiner Beklopptheit, aufschaut. Er ist einfach der König der gesamten FMX Geschichte und wird das auch immer bleiben. Natürlich gibt es heutzutage super viele Fahrer die vielleicht genauso viel wie Travis und vielleicht auch mehr, auf dem Kasten haben. Daher ist es eigentlich immer so, dass ich mich von jedem neuen, dicken Trick inspirieren lasse.
Was machst Du im Winter, wenn das Wetter in Belgien zu schlecht fürs FMXen ist?
Ich fahre mit ein paar Kollegen rüber nach Spanien und wir machen uns dort ne verdammt gute Zeit. Wir gehen freeriden, ein wenig motocrossen und FMX trainieren wir auf dem Track von Edgar Torronteras. Es ist dort einfach das Paradies für Dirtbiker.
Welches ist dein Lieblings-Event?
Beim freestyle.ch in Zürich zu fahren fand ich einfach großartig. Es war nicht so stressig wie viele andere Events und hat einfach Spaß gemacht. Vor allem waren die vielen Aftershowpartys der absolute Hammer.
Was wünscht Du Dir für das nächste Jahr?
Eigentlich wünsche ich mir nur an mehr Wettkämpfen teilzunehmen. Neue Tricks zu lernen und hundert prozentig motiviert zu bleiben. Und natürlich: keine Verletzungen.
Wer ist deiner Meinung nach der zur Zeit beste FMXer?
Auf das Jahr 2009 bezogen würde ich sagen: Remi Bizouard und Blake „Bilko“ Williams. Aber wenn ich es von Anfang bis jetzt sehen würde, wäre es Nate Adams. Er ist schon lange dabei, gehört immer zu den Besten und tut dies auch heute noch.
Was bedeutet wahrer Luxus für Dich?
Mit dem Dirtbike über den Golfplatz heizen. Hahaha
Wie sieht ein gutes Wochenende ohne Dirtbike aus?
Ein Wochenende ohne Adrenalin ist kein gutes Wochenende, soviel steht fest! Zwischendurch hänge ich auch gerne mal mit meinem Team ab, nachts ist natürlich Party angesagt.
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