Chill and Destroy Tourstopp auf der Postwiese
Auf der Postwiese hatte Petrus diesmal wohl im Vorfeld ein ernstes Wörtchen mit Frau Holle gesprochen. Denn was am vergangenen Wochenende von Freitag auf Samstag abging, erinnerte eher an die Hochalpen als an das Hochsauerland.
Von Freitag bis Sonntag schneite es insgesamt unglaubliche 60 Zentimeter feinsten Powder. Das bedeutete jede Menge Arbeit für die Shapecrew um Max Bechen und Parkranger Paul Leber.
Nachdem am Vortag beim CaD Snowboard Contest noch ziemlich chaotische Schneeverhältnisse herrschten, zeigte sich die Situation am Sonntagmorgen nicht ganz so dramatisch. Knapp 45 Freeskier haben es trotz anhaltend schlechter Verkehrsdingungen durch das Schneechaos nach Neuastenberg an die Postwiese geschafft.
In der Qualifikation durften drei Runs gefahren werden, bei denen alle Scores in Addition zu einem Ergebnis führten. Komplett in roter Klamotten-Kombi fiel Florian Preuß aus Sprockhövel (DE) nicht nur optisch aus dem Rahmen, denn er dominierte auch über die gesamte Qualifikation.
Mit fetten Supermann Frontflips am ersten Kicker und fetten 720er am unteren Kicker, sowie sehr sicheren 270on/Sexchange/270off-Combos war er der Konkurrenz immer einen Tick voraus. Der Zweitplatzierte nach den drei Vorläufen war Emil Hütterman. Auf Platz drei landete Sebastian Meier.
Im Finale der Snowboard-Kids machte Wolfgang Deutinger alles klar und steigerte seine Leistung aus der Qualifikation zum Ersten Platz. Zweiter wurde das Neusser Hallen-Shred-Kid David Krieger, vor Loris Hermann. Besonder begeistert applaudiert wurde beim Lokalmattadoren Niclas Dünnebacke aus Winterberg, der Platz vier belegte.
Bei den Girls machte die Oberammergauerin Lena Rott mit einem fantastischen ersten Run gleich von Beginn an den Sack zu und ließ den anderen Mädels keine Chance mehr. Jennifer Böhmer aus Sprockhövel spielte zwar ihre ganze Routine aus, konnte jedoch außer Platz zwei nicht mehr erben. Mit Hanah Wiemers landet ein weiteres Nachwuchstalent aus der Region (Biedenkopf) auf dem dritten Platz. Hätte sich Antonia Krieger in ihrem ersten Run nicht das Knie verdreht, dann hätte sie sicherlich auch eine gute Chance auf einen Podestplatz gehabt. So blieb nur Platz fünf hinter Wibke Briese aus Lippstadt.
Das Männerfinale dominierte wieder der nach der Qualifikation Führende Florian Preuß. Mit einem ordnetlichen ersten Run setzte er seine Konkurrenten unter Druck, nur um dann lässig im zweiten Run noch einiges draufzupacken: 270on/270off-Combos und am letzten Kicker einen schönen hohen 720. Das reichte, um Sebastian Meier (GER) aus Bühlertal auf den zweiten Platz zu verweisen.
Der Neuastenberger Local Hero Henrik Pape konnte sich mit Platz drei schließlich auch noch für das Freeski Finale in Arosa qualifizieren. Da sich jeweils die vier Erstplatzierten pro Chill and Destroy Freeski Tourstopp für das Finale empfehlen, darf auch Clemens Hick aus Gießen im April nach Arosa fahren.
Während die Sieger gekürt wurden und sich das Fahrerfeld danach zerstreute, rieselten wieder Schneeflocken vom Himmel. Wer hätte gedacht, dass das neueste Ski- und Powderparadies im Sauerland liegt. Die Postwiese ist immer wieder ein Vergnügen und wird hoffentlich auch nächste Saison ihre Fortsetzung im Tourkalender der CaD Tour finden.
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