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Interview mit Kitesurfer Dirk Hanel

Dirk Hanel, der extra wegen dem Windsurfen nach Hawaii gezogen ist, spricht mit uns über seine Höhepunkte als professioneller Kitesurfer, über typische Wochenenden auf Hawaii und gibt einen Ausblick über die Zukunft des Kitesurfens.

Portrait Dirk Hanel.  Foto: Claus DöpelheuerWas machst Du, wenn Du nicht gerade kitest?

Dirk: Ich habe zwei Kinder, Milo ist vier Jahre und Malia 18 Monate alt. Ich liebe es, in meiner freien Zeit zu Hause bei der Familie zu sein und mit den Kindern in unserem Riesengarten rumzutollen. 

Berichte uns von Deinen Anfängen im Wassersport!

Dirk: Mit zwölf Jahren habe ich das Windsurfen angefangen. Während des Studiums bin ich nach Hawai'i gegangen, um mich mal ein halbes Jahr nur aufs Surfen zu konzentrieren. Dummerweise habe ich mir dort relativ bald das Schlüsselbein gebrochen und musste wieder nach Hause. Ich spürte aber, dass das nicht alles gewesen sein konnte und habe wieder gejobbt und Geld gespart für eine nächste Reise. Und alles war für etwas gut... denn in diesem Jahr hat sich auch das Kiten entwickelt. Bei meinem zweiten Hawai'i-Besuch habe ich es gleich ausprobiert und bin dabei geblieben. 

Wer ist für dich der wichtigste Kitesurfer und warum?

Dirk: Flash Austin ist einfach eine Ikone. Er hat mir viele Sachen gezeigt.

  
Wie sieht die Kitesurf-Szene in zehn Jahren aus?

Dirk: Es gibt schon jetzt unglaubliche Weiterentwicklungen: Das Material wird besser und leichter, das macht es möglich, schneller und höher zu fliegen bei weniger Wind. Kiteboarden wird dadurch viel flexibler und es öffnet ganz neue Perspektiven für Locations. In Zukunft können immer mehr Orte erschlossen werden, um den Sport auszuführen. 

Rituale: Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor? Gibt es Glücksbringer?

Dirk: Vor bzw. bei einem Wettkampf brauche ich unbedingt meine Sonnenbrille und ein Kaugummi. 

Was war - gefühlt - dein größter Erfolg?

Dirk: Mein größter Erfolg war für mich der zweite Platz auf den Cap Verden 2000. Dieser Sieg hat eigentlich alles erst möglich gemacht, zum Beispiel habe ich damit meine ersten Sponsoren gefunden. Mein Schnelligkeitsrekord war auch ein super Gefühl und mein Sieg in Namibia 2005 im Speedfahren.  

Was ist „wahrer Luxus“ für dich?

Dirk: Wahrer Luxus wäre es, hätte der Tag 48 Stunden.

Dirk Hanel Action.  Foto: Claus DöpelheuerWelches ist für dich das Urlaubsziel schlechthin?

Dirk: Für mich ist Namibia am faszinierendsten. Klar, man hat das Meer, die Küste ist super zum Kiten. Aber man hat auch sonst alles dort. Schöne Städte, vielfältige Kultur und das irre Wildlife. Ich habe mich auch immer und überall wohl gefühlt und musste nie Angst haben. 

Mit welcher Person würdest Du gern mal für einen Tag tauschen?   

Dirk: Ich würde gerne mal mit einem Meeresforscher tauschen. Meeresbiologie hat mich schon immer interessiert. Ich liebe Meerestiere und zum Beispiel Whalewatching Cruises.

Wie sieht bei dir ein Wochenende ohne Kitesurfen aus?

Dirk: Mein typischer Samstag ohne Sport und sonstige Pflichten: Ich stehe früh auf und gehe zum Bäcker Brötchen kaufen. Dann hole ich frisch gelegte Eier aus unserem Hühnerstall und mache Frühstück. Später wird der Rasen gemäht, ich spiele mit den Kindern im Garten und abends kommen Nachbarn und Freunde vorbei zum Grillen.

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