Schneechaos beim Chill and Destroy auf der Postwiese
Die Postwiese ist ja immer wieder für einige Überraschungen bei einem Chill and Destroy Tourstopp gut. In diesem Jahr ähnelte das Hochsauerland auf Grund der massiven Schneefälle einem Wintersportort in den Alpen.
Der Funpark in Neuastenberg wurde im Sommer erweitert und auf ein alpenähnliches Niveau gebracht. Es hatten sich knapp 100 Starter online akkreditiert. Alles sprach für einen Rekord-Tourstopp der Chill and Destroy Tour. Aber das Wettertief „Keziban“ machte es vor allem den angemeldeten Teilnehmern schwer, überhaupt nach Neuastenberg zu kommen. So kam es dann, dass der Contest-Beginn mal eben um knapp zwei Stunden nach hinten verschoben wurde, da zum offiziellen Start noch kaum Rider vor Ort waren. Letztendlich schafften es dann doch fast 60 Fahrer durch das Schneechaos nach Neuastenberg an die Postwiese.
Die Qualifikation wurde dementsprechend kurz gehalten. Die Railkanone Lars Schernek zwirbelte sich mal wieder fachgerecht mit diversen 270on/ 270off-Kombinationen über sämtliche Obstacles, so dass er noch vor den Final Runs verdient in Führung lag. Nur ganz knapp dahinter sorgte Jan Schmitz für die richtige Portion „Rock im Park“ vor Stephan Peters aus Ense, der nach der Qualifikation zumindest auf dem „virtuellen Stockerl“ stand.
Bei den Kids startete ein Park-Shred-Geschwader bestehend aus belgischen Hallenkids, einen Frontalangriff auf den Postwiesen-Funpark. Sebbe De Buck (BEL) eröffnette das Railfeuer und holte sich verdient Platz eins mit großem Abstand nach der Qualifikation. Der Chemnitzer Julian Bachmann ergatterte im Vorprogramm den hoffnungsvollen zweiten Platz noch vor Tjark Fritsch.
Im Finale der Snowboard-Kids schlugen die Belgischen Rail-Warriors gnadenlos zurück und eroberten sich Platz eins (Sebbe De Buck/BEL) und zwei (Stef Vaneweyer/BEL) auf dem Siegerpodest. Einzig Tjark Fritsch aus Rethen konnte sich als Deutscher einen begehrten Platz auf dem Treppchen sichern.
Bei den Girls machte Jojo Blum mit einem fantastischen ersten Run gleich von Beginn an den Sack zu und ließ den anderen Mädels keine Chance mehr. Elke Cogghe spielte zwar ihre ganze Routine aus, konnte jedoch außer Platz zwei nicht mehr herausholen. Mit Evi van Damme landete eine weitere Belgierin an diesem Tag auf dem Podest. Pia Gärtner aus Grefrath und Jana Eichhorn aus Rehlingen belegten die weiteren Plätze.
Im Finale der Männer nutzte Christian Meier aus Böhlertal den „Best Run Counts“ Modus. Nachdem der erste Run buchstäblich noch daneben ging, legte er im zweiten ordentlich einen drauf: Nette 270on/270off-Combos über die Obstacles und am unteren Kicker noch einen schönen hohen 540. Das reichte, um den Rail-Killer Lars Schernek aus Lengede auf den zweiten Platz zu verweisen. Der Belgier Michiel Pintens schraubte sich am Ende mit einem guten zweiten Run noch auf den dritten Rang.
Rückblickend war es dann doch keine Überraschung mehr, als es am Abend wieder zu schneien begann. Schleunigst wurde im „Chillout“ bei der offiziellen After Contest Party mit etlichen Hopfenkaltschalen auf den Tag angestoßen und zusammen mit den engagierten Tabledancerinnen zum fantastischen Sound von DJ Flavour Flow bis in die frühen Morgenstunden amtlich „destroyed“.
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