Stefan Gimpl: Dritter Sieg beim Snowboard Big Air Weltcup in Schweden
Nach seinen Siegen beim Big Air in London und Barcelona hat Stefan Gimpl in Stockholm mit einem weiteren Triumph im FIS Snowboard Weltcup 2010 nachgelegt. Knapp 20.000 Zuschauer sahen im Olympiastadion ein spannendes Finale.
Stefan Gimpl scheint in der laufenden Saison des Snowboard FIS Weltcup 2010 unschlagbar zu sein. Denn nach den Siegen in London und Barcelona hat der Big Air Weltcup-Führende auch beim dritten Stopp der Tour in Stockholm einen weiteren Triumph folgen lassen.
Der Österreicher setzte sich vor rund 20.000 Zuschauern im Olympiastadion von 1912 mit 50.8 Punkten äußerst knapp gegen den Slowenen Marko Grilc durch (50.3), der im Finale der einzig echte Konkurrent blieb. Alle anderen Snowboarder leisteten sich mindestens einen Patzer, der in die Wertung mit einfloss; so auch Gjermund Braaten, der mit 38.5 Punkten wie vor zwei Wochen in Spanien Dritter wurde.
Dementsprechend überrascht war dann auch der 30-Jährige, der nach seinem letzten Sieg in Barcelona angedeutet hatte, dass es in Stockholm eher nicht zum obersten Podestplatz reichen würde. „Ich kann mir das auch nicht erklären, warum es momentan so gut läuft. Zumal ich jedes Mal oben am Start dermaßen nervös bin, dass ich kaum stehen kann. Aber sobald ich im In-Run bin, ist alles vorbei\".
Wenig später nach seinen eindrucksvollen „Cab 900“ und „Frontside 900“, die ihm den saisonübergreifenden fünften Sieg in Folge und insgesamt neunten seiner Karriere sicherten, ließ sich der WM-Dritte von 2009 dann doch auf eine Analyse ein: „Ich bin sehr locker in das Finale gegangen. Ich meine, so viele werde ich ja nun auch nicht mehr bestreiten. Ich genieße das einfach alles. Außerdem sind mir heute die Bedingungen sehr zugute gekommen. Es war genau, wie ich es mag: steiler Kicker und weiche Landung.“
Verhältnisse, mit denen kaum einer der zehn Finalisten zurecht kam. Einzig Marko Grilc behielt wie Gimpl eine weiße Weste und kam ohne Sturz durch. Und auch er unterstrich, dass der sehr weiche Schnee ihm in die Karten gespielt hatte. „Sobald es mit den Bedingungen hart wird, pusht mich die Herausforderung. Das macht Spaß\".
Dementsprechend zufrieden war der Slowene dann auch, obwohl am Ende gerade einmal vier Zehntel zum ersten Weltcupsieg gefehlt hatten: „Es ist echt nicht einfach für die Punktrichter. Ich bin deshalb superhappy darüber, dass ich meine Tricks gestanden habe\" („Backside 1080 Double Cork“ und „Frontside 900“).
Vielleicht klappt es am 13. Dezember, wenn im koreanischen Seoul der erste FIS Big Air Weltcup der Geschichte in Asien stattfindet. Dann wird wohl auch wieder Gian-Luca Cavigelli angreifen. Der junge Schweizer, im FIS Snowboard Weltcup 2010 Gimpl‘s schärfster Verfolger mit 900 Punkten Rückstand, verpatzte beide ersten Sprünge und musste sich am Ende mit dem vierten Platz zufrieden geben.
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