Neue Surf-Area bei der f.re.e 2010
Die Surfarea mit circa 25 Austellern aus dem Wind- und Kitesurfbereich, stand 2010 nun endlich dort, wo sie hingehört: in der großen Wassersporthalle.
Neben den Ausstellern präsentierten hier auch verschiedene Hersteller, wie North Sails, Fanatic, Neil Pryde und RRD ihre Produktpalette für die kommende Saison. Vor allem die neuen Waveboards in der 2010er Produktpalette sind zur Zeit ein Topthema der Branche.
Waren Serienbretter im Wavebereich bis 2008 noch hauptsächlich mit einer Finne ausgestattet, sind es 2010 bis zu vier Finnen. Die Mehrfinnen-Systeme, ähnlich wie bei Wellenreit-Boards, sorgen seit zwei Jahren für jede Menge Gesprächsstoff und Meinungsverschiedenheiten in der Windsurfszene. So wurde die Entwicklung der Mehrfinnensysteme von den einen als Marketing-Gag, der aus der Einfallslosigkeit der Industrie resultiert, abgestempelt, während andere das System und seine Performance in der Praxis zum Himmel lobten.
Bei den Produktpräsentationen auf der Eventbühne konnten die Hersteller persönlich Rede und Antwort stehen, und dem Publikum die Vor- und Nachteile der verschiendenen Systeme direkt an den neuen Modellen erklären. So wurde bestätigt, dass Boards mit zwei Finnen, sogenannte "Twinser", vor allem bei radikaler Waveaction mit langen Ritten auf der Welle und extremen Cutbacks mehr Kontrolle und besseren Halt in der Welle bieten, während Boards mit einer Finne vor allem an kritischen Sektionen der Welle schneller zum Sliden neigen.
Der Vorteil des Einfinnen-Systems liegt in der Geschwindigkeit und in der Kontrolle bei den Bottom Turns. Tri- und Quadsysteme sollen die Eigenschaften des Twinsers mit den Eigenschaften des Single-Fin-Systems in der Welle ideal kombinieren und so für quasi alle Wavebedingungen einsetzbar sein.
Leider kam das Bühnenprogramm der Surfer, die sich die Bühne mit dem Kajak- und Tauchbereich teilten, eindeutig zu kurz. Lediglich für zwei bis drei kurze Programmpunkte hatten die Surfer die Bühne für sich, was dafür sorgte, dass der Event- und Informationscharakter der Messe im Surfbereich etwas unterging und mit dem Image als "Schnäppchenmarkt der Surfbranche" noch nicht endgültig aufgeräumt werden konnte.
Die ansehnliche Besucherzahl und die positive Entwicklung des Surfbereichs auf der f.re.e zeugten jedoch von einem ansonsten gelungenen Relaunch der alten C-B-R und erlauben einen optimistischen Blick in die Zukunft, auch wenn es sicherlich noch viel Freiraum für Verbesserungen gibt, die dafür sorgen können, dass die f.re.e in den nächsten Jahren noch interessanter für die surfenden Besucher wird und die Surf-Area als wichtiger Bereich der Messe mehr Gewichtung bekommt.
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