Interview mit Sigi Bächler
Sigi Bächler liebt es Wakeboarden zu gehen, auch wenn ihr Vater sie lieber in der eigenen KFZ-Werkstatt sehen würde. Was Ihr sonst noch über die sympathische Süddeutsche erfahren solltet, könnt Ihr im Interview nachlesen.
Was machst du, wenn du nicht gerade auf dem Wakeboard stehst?
Ans Wakeboarden denken und Geld fürs Wakeboarden verdienen. Ich bin gelernte KFZ-Meisterin und arbeite im KFZ-Betrieb meines Vaters.
Erzähl uns von Deinen Anfängen beim Wakeboarden! Wie bist Du dazu gekommen?
Durch Zufall. Mein Freund hatte ein Sportboot und wir sind sehr viel Wasserski gefahren, bis eines Tages einer mit einem Wakeboard vorbei kam. Ich hab´s probiert und waken hat mir von der ersten Sekunde an riesen Spaß gemacht.
Hast Du Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ Wakeboarder aus?
Vorbilder: Nein. Ein herausragender Wakeboarder ist für mich ein Wakeboarder, der einfach nur Spaß am Boarden hat. Egal welchen Level er fährt.
Was sagen Deine Eltern dazu?
Mein Vater ist sehr stolz auf mich, obwohl er mich lieber in meiner Freizeit in unserer Werkstatt sehen würde. Meine Mutter lebt leider nicht mehr, aber ich bin mir ganz sicher, sie wäre mein größter Fan.
Ziele für diese Saison? Ziele überhaupt?
Mich nicht verletzen und einen ganz verrückten Sommer 2009 haben. Viele neue Tricks landen und bei der EM in Portugal zeigen, was ich kann. Nach Südafrika zur Safari möchte ich noch einmal, ein wunderschönes Land mit super netten Wakeboardern. Und waken in Kalifornien/Nevada auf dem Lake Tahoe, das will ich auch noch machen.
Rituale: Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor? Gibt es Glücksbringer? Quellen der Inspiration, Unterstützung?
Früher hatte ich mir vor einem Wettkampf einen Lauf zusammen gestellt. Dieses Jahr fahre ich einfach drauf los, was viel mehr Spaß macht und mir noch dazu Glück bringt. Mein größter Glücksbringer ist eine Kette mit einem Wakeboardanhänger, die ich immer trage. Ein Geschenk von meinen Freunden, das extra für mich angefertigt wurde und eine exakte Nachbildung von meinem ersten Wakeboard ist.
Ein Urlaubsziel?
Orlando in Florida! Tolles Wetter, viele Seen und leckere Steaks. Als Boots-Wakeboarder sollte man mindestens einmal dort gewesen sein. Billiger als Mallorca und das absolute Mekka der Wakeboarder, unglaublich.
Wo siehst Du das Wakeboarden in zehn Jahren? Und wo siehst Du dich persönlich?
In zehn Jahren waken wir hinter einem Wakeboardboot, das mit Wasserstoff angetrieben wird. Die Fischer sind von uns begeistert, da wir den See mit Sauerstoff anreichern. Rudern wird auf Gewässern verboten: zuuu laangweilig ( jeder Bootsboarder weiß, von was ich rede....hahaha....) und Wakeboarder sind in Deutschland richtige Stars. Nein im Ernst, ich mache mir über die Zukunft nicht sehr viel Gedanken. Ich lebe jetzt und hier.
Was war -gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Mein Qualilauf am European Masterstop 2008 in Villeneuve. Nach einer heftigen Knieverletzung kam ich, ohne Training, direkt ins Finale und sogar auf Platz eins. Das war für mich persönlich mein größter Erfolg, denn von dort an hatte ich meine Blockade nach meiner Verletzung überwunden und bin sogar die Frontroll gesprungen, bei der ich mir damals mein Knie zerschoss. Niederlagen hatte ich noch keine. Kleine Enttäuschungen gab´s aber schon. Die waren aber immer ganz schnell vergessen.
Drei Dinge, ohne die Du nicht auskommst, die du immer bei Dir hast?
Kaugummis, die brauche ich als Zigarettenersatz, Taschentücher, wegen meiner Allergie und Lippenstift für einen roten Kussmund, hahaha.
Vielen Dank für das Interview!
Sigis wird gesponsert von Protest Boardwear, Smith Optics, Crazywake
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